Kwa Wazee

kwa wazee
Unser Projekt in 2011 bis 2013 “Kwa Wazee – Für die Alten” führte uns nach Tansania. Von extremer Armut betroffene Großmütter und ihre Enkel erhalten durch “Kwa Wazee” eine Rente und damit eine neue wirtschaftliche Perspektive.

Staatliche Rente? Unbekannt!

In Tansania gibt es keinerlei staatliche Unterstützung für alte Menschen. In der Regel kommen die Kinder für ihre Eltern auf, wenn diese nicht mehr in der Lage sind zu arbeiten. Mit der Ausbreitung von AIDS hat sich die Situation jedoch für viele alte Menschen dramatisch verschlechtert. Sie haben mit ihren eigenen Kindern nicht nur ihre Altervorsorge verloren, sondern sind nun oft auch für mehrere Enkelkinder verantwortlich.

Die Perspektive: “Kwa Wazee”

Derzeit zahlt “Kwa Wazee” an über 850 Großmütter eine monatliche Rente von etwa 4 bis 6 Euro. Die Erfahrungen sInd ermutigend: In diesen Familien wird nur halb so oft gehungert, die Enkel gehen öfter zur Schule und die Großeltern sind seltener krank.
Auch die lokale Wirtschaft profitiert: Die Großmütter investieren ihre Rente in lokale Produkt wie Öl, Saatgut und Nutztiere und gehen mit selbst erzeugten Waren auf den einheimischen Markt.
Ihre Enkel haben eine Chance auf einen guten Schulabschluss und auf eine Ausbildung, die die Familie später ernährt.

Kleines Projekt – großes Vorbild

Jahrzehntelang floss Entwicklungshilfe entweder an die Regierungen der Nehmerländer oder an Hilfsorganisationen. Sie galten als vertrauenswürdiger als die Armen selbst. Bei “Kwa Wazee” verfügen die alten Menschen direkt und frei über ihre Rente. So wird ihnen ein Stück Unabhängigkeit, Würde und wirtschaftliche Gestaltungsmöglichkeit zurück gegeben. Das Vorbild macht inzwischen Schule: In Lesotho, einem der ärmsten Länder Afrikas, zahlt die Regierung seit 2004 allen Alten eine beitragsfreie Rente. Die Finanzierung – 1,4% des Bruttosozialprodukts – erfolgt über Steuern. Selbst für finanzschwache Staaten ist das zu stemmen.